Oliver N. ist fünfzehn und in einer Lebens-krise, als er über seinen alten Freund Mohammed Kontakt zu einer Moschee in Wien bekommt. Bei den Brüdern dort fühlt er sich aufgehoben und verstanden. Er tritt zum Islam über, verändert seine Lebensweise und Ansichten radikal. Frauen gibt er nicht mehr die Hand und entfreundet sich von ihnen bei Facebook. Bald kreisen die Gespräche um das Kalifat, den Islamischen Staat in Syrien und Irak, und Oliver will nichts anderes, als den Brüdern in ihrem Kampf helfen und dort in der Gemeinschaft der Gläubigen leben. Über die Türkei wird er nach Syrien geschleust und trifft in Rakka junge Kämpfer aus Deutschland, England, Kanada und sogar Mexiko und Australien. Seine Begeisterung kühlt ab, als er miterlebt, wie Menschen brutal gequält und ermordet werden. Er will nicht an der Front verheizt werden und arbeitet als Fahrer von Sanitätsfahrzeugen an der Front in Kobane. Bei einem Bombentreffer schwer verletzt, gelingt es ihm durch eine List, Syrien zu verlassen. Nun muss er nur noch dem österreichischen Konsulat in Istanbul klarmachen, dass er tatsächlich derjenige ist, der auf der Interpol-Fahndungsliste steht ... Nach zwanzig Monaten im Gefängnis erzählt Oliver in diesem Buch von seiner Radikalisierung und Umkehr. Seine Botschaft: Lass dich nicht mit den falschen Brüdern ein.